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Dachbegrünung - häufige Fragen

Dachbegrünung


Häufige Fragen zur Dachbegrünung


Wie hoch ist die zusätzliche Gewichtsbelastung durch die Dachbegrünung?

Extensive Dachbegrünungen werden mit einer Schichthöhe von 8-10 cm aufgetragen. In wassergesättigtem Zustand wird das Dach pro m2 mit 60-150 kg belastet. Eine normale Dachbekiesung belastet mit rund 100 kg pro m2. Aus diesem Grund ist die Dachbegrünung von vorher bekiesten Dächern normalerweise kein Problem.
Bei Intensivbegrünungen, bei der der Schichtaufbau wesentlich höher ist, kann die Belastung bis 400 kg pro m2 Dachfläche betragen.
In jedem Fall empfehlen wir Ihnen die Tragfähigkeit mit dem Architekten oder Statiker zu besprechen.

Sedumarten bieten ein vielfältiges Bild der Dachbegrünung
Extensive Begrünung mit verschiedenen Gräsern, Kräutern und Sedum

Mit welchen Kosten muss für eine Dachbegrünung gerechnet werden?

Extensive Dachbegrünung kostet ca. Fr. 30.00 - Fr. 35.00 pro m2. Die Kosten sind stark abhängig von der Fläche. Für ein bekiestes Dach ist mit Kosten von ca. Fr. 16.00 zu rechnen. Obwohl die Investitionskosten höher sind, rechnen sich die meisten Dachbegrünungen im Laufe der Zeit. Die Lebensdauer der Dachhaut kann deutlich erhöht werden, auch dürfen die vielen ökologischen Vorteile nicht ausser Acht gelassen werden.


Wie hoch ist die Lebensdauer der Dächer?

Bei bekiesten Dächern rechnet man mit einer Lebensdauer von 10 - 15 Jahre. Ursache dafür sind die extremen Witterungseinflüsse, welche die Dachhaut schnell altern lassen. Diese wird brüchig und neigt zur Rissbildung. Dachbegrünung sorgt für einen nachhaltigen Schutz der Dachhaut. Extreme Temperaturunterschiede sowie die UV Strahlung werden wirksam abgeschirmt. Aus diesem Grund gehen Schätzungen von einer Lebensdauer von ca. 40 Jahren aus.


Dachbegrünung von oben

Können die Wurzeln der Begrünung die Dachhaut beschädigen?

Der Schutz der Dachabdichtung lässt sich seit vielen Jahren durch spezielle Wurzelschutzbahnen erreichen. Das alte Vorurteil, dass die Wurzeln die Dachhaut schädigen oder sogar in den Dachbereich eindringen ist heute überholt und lässt sich heute wirksam vermeiden.

Warum kann nicht normaler Humus als Substrat verwendet werden?

Die Verwendung von normalem Humus ist für die Dachbegrünung nicht ratsam. Die Draineigenschaften (ableiten von Wasser) ist bei Humus nicht gewährleistet. Zuviel Unkraut würde sich im Laufe der Zeit bilden und den Pflanzenwuchs hemmen. Geprüfte Substrate müssen das Wasser über eine längere Zeit speichern und der Begrünung kontinuierlich abgeben können, nur so ist während einer Trockenperiode gewährleistet, dass die Pflanzen überleben können.


Wann und wie blüht die Dachbegrünung während des Jahres?

Je nach Art der Begrünung ändert sich das Bild während eines Jahres sehr stark. Bei der Ansaat wird darauf geachtet, eine Vielzahl von Kräutern, Gräsern und Sedum anzusäen, um so ein natürliches Abbild der Natur zu erreichen.
Reine Sedumbegrünungen zeigen von Mai bis Juni ein sehr farbenintensives Bild mit gelben und rötlichen Farbtönen. In der übrigen Zeit dominieren grüne und dunkelrote Farben.
Gräser zeigen während der Vegetationszeit und bei ausreichend Niederschlag ein vitales Grün. Während des Winters oder bei extremen Trockenperioden wechselt die Farbe zu braun.

Kann Dachbegrünung und Regenwassernutzung kombiniert werden?

Dachbegrünung hält ca. 50-90% der jährlichen Niederschlagsmenge zurück und gibt sie dem natürlichen Kreislauf zurück. Der vebleibende Ablauf kann in moderne Regenwassernutzungs-Anlagen eingeleitet werden.
Durch die Vegetations- und Substratschicht werden Stäube, Partikel und gelöste Luftschadstoffe herausgefiltert, wodurch das abfliessende Regenwasser ohne weitere Behandlung als Brauchwasser für die Bewässerung benutzt werden kann.
Das Wasser kann eine leichte Färbung durch Huminstoffe aus der Substratschicht aufweisen, aus diesem Grund eignet es sich nicht für das Wäschewaschen.
Bei einer kombinierten Nutzung von Dachbegrünung und Regenwasser empfehlen wir den Zuzug einer spezialisierten Firma.


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